Den „Advent im Kloster“ wegen personeller Engpässe ausfallen lassen? Das geht doch nicht! Kurz entschlossen trafen Uwe Walter, Vorstand vom Klosterverein, Kersten Friedrich, Vereinsmitglied und Eventmanager, und unser Vorstand die Entscheidung „das organisieren wir gemeinsam“. Gesagt getan! Anfang November trafen wir uns in kleiner Runde zu einem ersten Austausch: Was wollen wir machen? Was können wir leisten? Wen können wir ins Boot holen? Was muss rechtlich geklärt werden? Und, und, und… Ganz schön viel zu bedenken bei solch einem Event! Aber in unserer kleinen Dreierrunde war trotzdem klar, wir machen das! Ideen waren schnell zusammengetragen, die eigenen Telefonbücher gewälzt nach Kontakten, die helfen könnten. Die ersten Anfragen wurden gleich von diesem Treffen aus auf den Weg gebracht.
Klosterkirche statt Außengelände?
Schon als die zaghafte Anfrage an unseren Verein erging, ob wir uns an der Organisation beteiligen würden, bekam unser Vereinsmitglied Katja leuchtende Augen: „Ein Adventsmarkt in der großen Klosterkirche… das wollte ich schon immer… in den Seitenschiffen und im Kreuzgang kleine Marktstände, Kaffee und Kuchen, Glühwein und Bratwurst… weihnachtliche Klänge… das kann nur gut werden!“ Nun ja, bisher lag der Schwerpunkt vom „Advent im Kloster“ auf dem Außengelände. Aber das Marktgeschehen in die Klosterkirche zu legen, hätte echt Charm. Diese Entscheidung lag allerdings bei keinem unserer Vereine, sondern bei der Kirche. Daher ging die allererste Anfrage aus unserer kleinen Arbeitsgruppe direkt an die Arendseer Pfarrerin. Zum Glück war sie sofort einverstanden und mit an Bord! So konnten wir mit unserer Planung fortfahren.
Klein aber fein!
… sollte der „Advent im Kloster 2025“ werden, mit lokalen Anbietern und Akteuren. Kunsthandwerk, regionale Produkte und Selbstgemachtes würden gut in das Ambiente der Klosterkirche passen. Dazu ein wenig Kultur, vielleicht Orgelspiel und weihnachtliche Gitarrenklänge. Eine Ausstellung im oberen Kreuzgang, eine lange Kaffeetafel im Seitenschiff… Wir sprudelten nur so vor Ideen. Langsam nahm der Adventsnachmittag in der Klosterkirche Form an und in den kommenden Tagen führten wir etliche Telefonate, sprachen Aussteller auf anderen Märkten an, konnten den Regionalkantor gewinnen sowie weitere Arendseer Musiktalente. Eine kleine Lesung zu den winterlichen Abenteuern von Fridolina Schneck würde gut passen. Nach zwei Wochen hatten wir das gute Gefühl, da könnte tatsächlich etwas Schönes gelingen. Viele weitere Abstimmungen, Anmeldungen und Genehmigungen im Hintergrund waren nötig, ein größer werdender Kreis aktiver Unterstützer kam hinzu.
Pleiten, Pech und Pannen?
Und dann kam der 7. Dezember. Alles war geklärt und vorbereitet, Stände für die Händler ausgewiesen, Kaffeetafel aufgebaut, die Ausstellung hing, eine Bastelecke für Kinder wurde eingerichtet. Und eigentlich auch Strom für alle gelegt. Kein Problem, dank entsprechender Anschlüsse auf dem Gelände. Doch dann – nichts ging mehr!! Eine einzelne kleine Lichterkette leuchtete einsam an einer Wand der Klosterkirche. Alles andere blieb dunkel. Und das zwei Stunden vor Marktbeginn… Gott sei Dank springen im Notfall sogar die Familien unserer Vereinsmitglieder ein! Der Mann einer lieben Vereinskollegin ließ seinen wohlverdienten freien Sonntagvormittag sausen und half. Schnell war das Problem aus der Welt geschafft und es hieß „Strom an“ – für sämtliche Lampen, Lichterketten, Glühweinkochen und Waffeleisen. Und das kurz bevor sich die große Flügeltür zur Klosterkirche für die Besucher öffnete. Welche Aufregung…
Vorweihnachtlich eingestimmt!
Doch all das hatte sich gelohnt. Als sämtliche Stände aufgebaut waren, die Kirche gemütlich beleuchtet und Kaffee- und Kuchenduft durchs Kirchenschiff zogen, strahlte der kleine, feine „Advent im Kloster“ genau die vorweihnachtliche Atmosphäre aus, die wir uns gewünscht hatten. Nach und nach trudelten Besucher ein, schlenderten durch das Marktgeschehen und ließen sich mit leckerem Kuchen und einem Heißgetränk zu Gesprächen an der langen Tafel nieder. Den ganzen Nachmittag herrschte ein reges Kommen und Gehen. Selbst Bischof Nikolaus schaute vorbei und hatte ein paar Überraschungen für die Kinder im Gepäck. Für ein weiteres kulturelles Highlight sorgten die Männer der AfA, die das 7. Türchen des Lebendigen Adventskalenders öffneten und im Altarraum einige Weihnachtslieder anstimmten. Positiv überrascht staunten die Zuhörer als die Männer ihre Stimmen erhoben und hier tatsächlich das eine oder andere Gesangstalent durchblitzte! Nach dem ausgiebigen Bummel durch das Kircheninnere mit seinem bunten Treiben konnte man sich vor dem Kirchenportal noch für den Heimweg stärken. Heiß- und Kaltgetränke und Herzhaftes vom Grill luden zum weiteren Verweilen ein. Und so langsam fand dieser recht kurzfristig geplante, dafür aber um so schönere „Advent im Kloster 2025“ seinen Ausklang. Danke an alle fleißigen Helfer vor und hinter den Kulissen. Ihr wart wieder großartig und es ist wirklich eine Freude, Teil dieses Vereins zu sein 😊
Im kommenden Jahr sind wir gern wieder mit von der Partie. Dann aber hoffentlich mit etwas mehr Vorlauf 😉
















